Beer-In-Box erobert Hamburger Hafen

22.06.2011

Problemlöser auf Elbe und an Nordsee


+++ Hamburger Binnenschiff fährt mit Bier im Bag-In-Box-System + Inselgastronomie entdeckt Vorteile der umweltfreundlichen Einwegverpackung für Bier +++

Auf Barkassen und Binnenschiffen ist Stauraum Mangelware. Da müssen die Passagiere schon mal auf die Getränke während der Fahrt verzichten. Kay Christian Wiese, Kapitän der „Störtebeker“ (vormals Adler X), hat eine Lösung für sein Platzproblem gefunden. Dank Beer-In-Box kann er seinen Kunden ab sofort frisch gezapftes Bier anbieten. „Meine Probleme an Bord hat das Beer-In-Box-System gelöst“, so Wiese. „Die Boxen benötigen im Vergleich zu Bierfässern weniger Platz. Außerdem hat der teilweise hohe Wellengang hier im Hafen keinen Einfluss mehr auf die Qualität des Bieres. Da die Kohlensäure erst direkt beim Ausschank hinzugefügt wird, bekommen die Gäste genauso viel Schaum in ihr Bierglas wie bei Flaute.“ Zudem hat sich der umständliche Rücktransport der Fässer für den Seemann erledigt – die leere Verpackung kommt einfach in den Müll.

Inselgastronomie bevorzugt Bier aus der Box

Die einfache Entsorgung des leeren Verpackungsmaterials begeistert auch den Gastronomen Thorn Folkerts, Inhaber des Café Pudding auf der Insel Wangerooge. Mit dem Beer-In-Box-System umgeht er die hohen Frachtkosten für den Rücktransport der leeren  Bierfässer. Dabei ist es völlig unkompliziert auf das System umzurüsten. Die Mitarbeiter der Bag-in-Box Getränkevertiebs GmbH führen die Montage der Carbonatoren im Handumdrehen durch. Früher musste Folkerts die leeren Fässer erst wieder auf Europaletten laden und dann mit dem Schiff auf das Festland transportieren lassen. Allein diese Frachtkosten können bis zu 180 Euro pro Europalette ausmachen, wobei darin der Transport vom Restaurant zum Anleger nicht einmal enthalten ist.

Neuartiges technisches Verfahren ermöglicht Beer-In-Box-System

Im Hinblick auf die Qualität und den Geschmack des Bieres aus dem Bag-In-Box-System, sind Kapitän Wiese und Gastronom Folkerts sehr zufrieden. „Der Geschmack ist frisch und lecker, so wie meine Gäste es lieben“, sagt Wiese. Das Bier wird auf traditionelle Weise und streng nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 gebraut. Bevor das Bier abgefüllt wird, reduziert ein sogenannter Decarbonator die bei der Lagerung entstandene Gärungskohlensäure auf circa ein Gramm pro Liter.

Beim Gastronomen werden die Beer-Bags anstelle des Fasses platziert, zum Beispiel im Kühlraum oder in der Unterthekenkühlung. Dort werden sie mittels eines Connectors an den Bierschlauch angeschlossen. Das Bier wird durch eine Pumpe unter Vakuum aus den Bags in den Carbonator gefördert und im Carbonator mit Kohlendioxid angereichert. Das „fertige“ Bier verlässt den Carbonator mit rund 2,5 bar Druck – dies entspricht dem Druck im normalen Bierfass.

Bag-In-Box Getränkevertriebs GmbH

Die Bag-In-Box Getränkevertriebs GmbH wurde am 1. Mai 2010 von Karl Bosch und weiteren Gesellschaftern gegründet. Geschäftsführer und geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens ist Karl Bosch. Im deutschsprachigen Raum ist die Gesellschaft der einzige Anbieter von Getränken im patentierten Beer-In-Box-System. Wein, Softdrinks und Spirituosen-Mixgetränke vervollständigen das Angebot des Vertriebsunternehmens. Die Vertriebsstandorte der Bag-In-Box Getränkevertriebs GmbH liegen in Nördlingen, Hamburg und Oldenburg. In Lettland und in den Niederlanden befinden sich weitere Vertriebspartner der Beer-In-Box-Produkte. Bereits zwölf europäische Länder sowie China, Kanada, Australien und Kasachstan nutzen das Beer-In-Box-System. In Deutschland gehören beispielsweise TUI Mein Schiff und Hotels wie der Kemnater Hof in Stuttgart zu den zufriedenen Beziehern von Bier aus der Box.

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